Energiearbeit
Seelenrückholungen

Seelenrückholungen

Aus der Psychologie wissen wir, dass unsere Psyche aufgrund von Traumata Persönlichkeitsanteile abspalten kann, um Verletzungen nicht weiter spüren zu müssen. Im schamanischen Denken ist es schon seit Jahrtausenden ein ähnliches Bild. Hier geht man davon aus, dass Seelenanteile sich zurückziehen und somit unserem bewussten Zugriff nicht mehr zur Verfügung stehen, wenn sie zu sehr gekränkt wurden. Das kann durch ein einziges traumatisches Erlebnis passieren, oder durch chronische Missachtung über einen längeren Zeitraum.

Schockerlebnisse

Nach einem plötzlichen Unfall werden von einem Moment auf den anderen Seelenanteile aus einem Menschen herausgeschockt. Das kann so gravierend sein, dass er das Bewusstsein verliert. Sobald Entspannung eintritt, kehren die Anteile aber in der Regel allmählich wieder zurück. Damit kommt der Mensch auch in das Bewusstsein zurück.

Anders ist es bei unerwarteten Überschreitungen der eigenen Grenzen. Hier kann ein einziges traumatisches Erlebnis verursachen, dass die Seele dauerhaft unvollständig bleibt. Oft hängt das dann damit zusammen, dass die Bedrohung – zumindest latent – weiterhin besteht. Wir beobachten dies bei Menschen, die mehr oder weniger häufig Missbrauch erleben. Aber auch noch Jahre oder gar Jahrzehnte später, wenn die Lebenssituation sich längst geändert hat, bleiben Seelenanteile verängstigt fern.

Fehlende Wertschätzung

Weitaus häufiger erleiden wir in unserer schnelllebigen, unnatürlichen Zivilgesellschaft die schleichenden Verluste einzelner Seelenanteile durch chronische Kränkungen und Vernachlässigung. Wenn ich als Kind lange genug immer wieder zu hören bekomme, dass meine Stimme nicht schön ist, höre ich wahrscheinlich irgendwann auf zu singen. Sagt mir jemand oft genug, dass ich zu dumm, zu hässlich oder sonst was sei, dann glaube ich das am Ende vielleicht. Hat niemand Zeit für mich und meine Bedürfnisse, fühle ich mich von der Liebe getrennt. So lasse ich zu, dass Seelenanteile mich verlassen und ihr Potential mir nicht mehr zur Verfügung steht.

Unvollständig sein

Seelenanteile können uns auch verlassen, wenn wir einen geliebten Menschen nicht loslassen können und ihm unsere energetische Unterstützung aufnötigen. Wenn Eltern beispielsweise freiwillig ihren Kindern aus mangelndem Urvertrauen ihre Sorge mit auf ihre Wege geben, nützt das niemandem. Im Gegenteil schwächt diese falsch verstandene Liebe letztlich beide. Die eine Seite verliert die Energie für den eigenen Weg, die andere kann nicht in die eigenen Kraft kommen.

Was auch immer der Grund dafür ist, dass wir ein oder mehrere Seelenanteile verloren haben, die Folge ist, dass wir uns unvollständig fühlen. Das geht solange gut, wie die verbliebene Energie ausreicht, um ein halbwegs zufriedenes Leben zu führen.

Ab einem gewissen Punkt wird die Sehnsucht nach Vollständigkeit problematisch. Uns fehlt zunehmend die Kraft, unseren Alltag zu bewältigen. Depressionen können auftreten, die Erschöpfung der inzwischen überlasteten körperlichen, geistigen und seelischen Reserven wird unübersehbar. Spätestens jetzt ist es angeraten, sich Hilfe zu holen.

In diesem schamanischen Menschenbild gehen wir davon aus, dass wir ins Koma fallen, wenn mehr als die Hälfte unserer Seelenanteile verschwunden sind. Deshalb sind in manchen Ländern Schamaninnen und Schamanen auch auf Intensivstationen in Krankenhäusern tätig. Auch nach Unfällen können Menschen durch Seelenrückholungen mitunter schneller ins Bewusstsein zurückfinden.

Reise zur Seele

Seelenrückholungen müssten genauer eigentlich Seelenanteilrückholungen heißen, denn solange wir leben, sind ja noch Seelenanteile bei uns, die uns zur Verfügung stehen. Die Teile, die gegangen sind, oder die wir aus falsch verstandener Liebe anderen angeheftet haben, befinden sich zwar noch in unserer Aura, entziehen sich aber aufgrund der lähmenden Erfahrungen unserem Bewusstsein. Wenn die Lebensumstände sich geändert haben, macht es Sinn, verlorene Anteile zurück zu holen.

Hierzu reist eine Schamanin oder ein Schamane in der Aura des betreffenden Menschen und lädt bestimmte Seelenanteile ein nach Hause zurück zu kommen. Wesentlich ist, dass nur das, was zu diesem Zeitpunkt bereit ist zurückzukehren und dem Menschen in seiner aktuellen Verfassung und Lebenssituation hilfreich und nützlich ist, zurückgeholt wird!

Reintegration in die Aura

Nach der Reise heißen wir den Seelenanteil (manchmal sind es auch mehrere) bewusst willkommen und integrieren ihn in den folgenden Tage aktiv wieder in die Aura. Dazu kann es gehören, Rituale in den Alltag zu übernehmen, die dabei helfen, das Leben authentischer zu gestalten.

Für mich ist diese Arbeit ein wundervolles Geschenk, denn sie trägt dazu bei, Menschen ihr Potential wieder näher zu bringen und das Leben vpllständiger und reicher zu machen.

Ein Weg, sich selbst besser vor dem Verlust von Seelenanteilen durch Auralöcher zu schützen, ist die regelmäßige Aurareinigung.

Hier gebe ich Dir eine kurze Erklärung, was schamanisches Reisen ist.

Und was ich unter seriösem Schamanismus verstehe, kannst Du unter Was ist Schamanismus? nachlesen.