Energiearbeit
Schamanisches Reisen – Tor in die feinstoffliche Welt

Schamanisches Reisen – Tor in die feinstoffliche Welt

Bevor wir auf Reisen gehen, bereiten wir uns in der Regel darauf vor. Wenn wir uns nicht einfach treiben lassen wollen, legen wir ein Ziel fest. Mitunter verfolgen wir auch eine bestimmte Absicht mit unserer Reise. Vielleicht wollen wir mit jemandem etwas klären, oder wir erhoffen uns einen Erkenntniszuwachs.

Ähnlich ist es beim schamanischen Reisen: Wir formulieren eine klare Absicht, bevor wir starten. Reine Erholungsreisen oder gar Wellnessurlaub machen wir hier nicht, denn in der feinstofflichen Welt würden die sehr schnell gefährlich werden. In einigen Büchern wird zwar leichtfertig dazu ermuntert, schamanisches Reisen doch einfach mal in Eigenregie auszuprobieren. Davon rate ich aber dringend ab, denn es kommt leider immer wieder vor, dass ungeübte Menschen den Weg zurück in die alltägliche Wirklichkeit ohne Hilfe nicht finden und in der Psychiatrie landen.

Reisen in die nicht alltägliche Wirklichkeit

Wenn wir schamanisch reisen, verlassen wir bewusst die alltägliche Wirklichkeit und durchschreiten das Tor in die feinstoffliche Welt, die nicht alltägliche Wirklichkeit oder auch Anderswelt genannt.

Wir reisen dorthin, weil wir Antworten auf bestimmte Fragen suchen. Je klarer wir unser Anliegen formulieren, umso deutlicher wird das Ergebnis der Reise sein.

Reisevorbereitungen

Bis wir das schamanische Reisen beherrschen, lassen wir uns von einem erfahrenen Menschen energetisch begleiten. Sie oder er kann für uns trommeln und notfalls helfen, in die alltägliche Wirklichkeit zurückzufinden, sollte sich jemand in der Anderswelt verirrt haben. Auch beim Formulieren der Reiseabsicht ist Unterstützung am Anfang oft hilfreich.

Am einfachsten reist es sich in der Regel im Liegen. Ein ungestörter Ort ohne Ablenkungen eignet sich am besten. Der direkte Klang einer Trommel kann gegebenenfalls durch eine Konserve ersetzt werden. Zum ersten Üben würde ich aber immer das Live-Trommeln empfehlen.

Begleitung

Erst wenn die Absicht klar formuliert ist, geht es mit geschlossenen Augen im Liegen los. Begleitet von schnellem, monotonem Trommeln, das den Geist in eine leichte Trance versetzt, begeben wir uns an unseren inneren Kraftort und gelangen von dort – je nach Fragestellung – in die untere, mittlere oder obere Anderswelt.

Unterstützend kann das zum Anliegen passende Räucherwerk eingesetzt werden.

Unsere Absicht ist während der ganzen Zeit präsent und erzeugt in der Anderswelt die entsprechenden Resonanzen und gibt uns so die Antworten auf unser Anliegen.

In der unteren Welt sind es zumeist Krafttiere, in der mittleren Ahnen und in der oberen Schutzgeister oder Spirits, denen wir begegnen und die uns an ihrer Weisheit teilhaben lassen. Sie kennen unsere tiefsten Beweggründe und wissen, welche Erkenntnis wir gerade jetzt auf unserem Weg brauchen.

Rückkehr

Sobald unsere Fragen geklärt sind, bedanken wir uns bei unseren feinstofflichen Helfern und verabschieden uns aus der Anderswelt. Die eingangs formulierte klare Absicht ist der Anker in der alltäglichen Wirklichkeit, der uns die Rückreise erleichtert.

Außerdem hilft ein veränderter Trommelrhythmus, den Rückweg zu finden.

Dann können die Erkenntnisse, die wir gewonnen haben, segensreichen Einzug in unser bewusstes Leben halten und uns innerlich wachsen lassen.

Einen weiteren Weg, sich selbst besser kennen zu lernen oder in einer wichtigen Situation eine Entscheidungshilfe zu erhalten ist die Tempelarbeit.

Was ich unter seriösem Schamanismus verstehe, kannst Du unter Was ist Schamanismus? nachlesen.

Und hier gibt es eine kurze Erklärung, was Krafttiere sind.